Einbau einer Dachluke

Hallo Camper!

Lange mussten wir warten bis wir endlich unsere Dachluke einbauen konnten. Entweder war es zu kalt oder es regnete.
Für den Einbau kauften wir uns eine Dometic Mini Heki Style Dachluke ohne Zwangsbelüftung für Dachstärken von 25-42 mm.

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Die Dachluken werden für Wohnwagen und „normale“ Wohnmobile mit dickeren Wänden gebaut. Im Kastenwagen haben wir nur eine Dachstärke von ca. 1mm Blech. Es reicht aber ein einfacher Holzrahmen, mit dem man dann auf die Mindeststärke kommt.

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Unser Nils hat vorne einen breiten Bereich, der wohl für Dachfenster vorgesehen ist. Der Bereich ist etwas erhöht und nicht so rund wie das sonstige Dach. Zusätzlich sind die Sicken dort auch so, dass man die 40×40 cm für den Ausschnitt gut positionieren kann. Für unseren Innenausbau, direkt über der Küche, passte die Stelle auch sehr gut.

Da es für den Einbau bzw. den Dichtstoff immer noch nicht konstant warm genug war, kauften wir uns zwei rechteckige Spießwannen/Mörtelkübel. Einen stellten wir umgedreht oben auf das Dach, so hatten wir einen Regenschutz und die Wärme vom Heizlüfter konnte nicht so schnell abziehen.

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Den zweiten stellten wir auf den Boden darunter und klebten alles so mit Folie ab, dass alle Metallspäne in dem Mörtelkübel landeten. Damit wollten wir vermeiden, dass bei den Metallarbeiten, die Späne irgendwo rein fallen und später für Rost sorgen.

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Metallspan Duschkabine

Wir fertigten uns eine Schablone für den 40×40 cm Ausschnitt. Das direkte Anzeichnen mit vier exakten rechten Winkeln funktionierte ohne nicht so gut. Es gibt einfach keine geraden Wände, wozu man sich richtig parallel halten könnte. DSC04945 (1)

Nachdem alles angezeichnet war, bohrten wir in alle vier Ecken kleine Löscher und frästen diese mit einem Schneidbohrer auf 24 mm auf. Die Blech Ausschnitte dürfen keine scharfen Ecken haben, damit sich von dort aus keine Risse bilden. Ein Radius von 12 mm war in der sehr guten Einbauanleitung der Dachluke vorgegeben. In unserem YouTube Video könnt ihr euch das genau ansehen.

Weiter ging es mit dem Nibbler. Wir frästen nun von Ecke zu Ecke. An der Decke war es nicht so leicht eine wirklich gerade Linie zu ziehen, auch weil schon fast zu wenig Platz durch den begonnen Ausbau der Küche war. Zum Glück kann man mit dem Nibbler immer wieder ansetzen und so nach und nach weg fräsen.DSC04946 (1)

Im Anschluss feilten und schliffen wir die Kanten und reinigten alles gründlich.  Hier war der Mörtelkübel auf dem Dach auch eine Hilfe, weil alle Späne rund um die Öffnung lagen und nicht über das Dach irgendwo rein gewandert waren. Die Windschutzscheibe bzw. die Öffnung wo die Scheibenwischer sind, hatten wir vorsorglich auch abgeklebt. Sicher ist sicher!DSC04949

Nachdem wir alles gereinigt hatten, legten wie die Dachluke zum Test einmal in den Ausschnitt. Rund herum soll ca. 1-2 mm Luft sein. Nachdem alles passte, lackierten wir die Kanten zwei mal und ließen den Lack trocknen. Damit das bei 10 Grad Außentemperatur schneller ging, stellten wir wieder den Mörtelkübel drüber und den Heizlüfter darunter.
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Die Mini Heki besteht aus einem Außenrahmen, also die Dachluke selbst, und einem Innenrahmen. Diese beiden werden miteinander verschraubt und klemmen so Das Blech und den Holzrahmen dazwischen ein. Schrauben direkt in das Blech werden bei dieser Dachluke nicht benötigt, was auch wieder gut zur Rost Verhinderung ist. Der Hersteller gibt an, dass man damit nicht mehr als 160 km/h fahren darf.

Den Außenrahmen haben wir, in der dafür vorgesehenen Nut, mit einer Wurst Dekalin Dekaseal 8936 belegt. Das ist ein dauerhaft elastischer Dichtststoff und kein richtiger Kleber. Dieser bleibt auch bei der starken Beanspruchung (Fahrtwind,warm/kalt) dich und wenn das Fenster irgendwann doch mal getauscht werden muss, ist der Dichtstoff leicht rückstandsfrei zu entfernen. Wenn irgendwo was raus quillt, kann das mit einem Holzstab abgetupft werden.

Den Außenrahmen legten wir nun in den Ausschnitt und drückten ihn leicht an. Den Holzrahmen klebten wir mit Dekaseal von innen gegen das Blech und schraubten den Innenrahmen an den Außenrahmen. Nach einer längeren Kaffeepause, nachdem der Dichtstoff sich etwas gesetzt hatte, zogen wir die Schrauben gleichmäßig fest. Außen konnte man rund herum sehen, wie das Dekaseal ganz leicht raus quoll. Das ein gutes Zeichen ist, weil dann auch überall Dichtstoff ist. Abtupfen mussten wir aber nichts.

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Als letztes wird ein dritter Rahmen mit Fliegengitter und Verdunkelungsrollo einfach eingeklippt.

Fertig ist unsere Dachluke. Endlich etwas Licht im Nils. So werden die Fotos und Videos in Zukunft etwas heller. Bis wir die weitern Fenster einbauen können dauert es wahrscheinlich noch etwas.

Ein Video in unserem YouTube Kanal zeigt noch einmal, wie unser Einbau ablief. Gebt uns gerne einen Daumen hoch, wenn euch das Video gefällt und abonniert den Kanal, damit ihr kein Video verpasst.

 

Wir übernehmen keinerlei Garantie für die Richtigkeit unsere Angaben. Alles sollte durch einen Fachmann ausgeführt werden!

Solltet ihr Fragen haben, hinterlasst uns einen Kommentar, wir werden schnellstmöglich Antworten. Wenn euch der Bericht gefallen hat, freuen wir uns riesig über ein Like. Um nichts zu verpassen folgt uns auf Nils Campervan.

Bis zum nächsten Mal

Nils Campervan Team

9 Gedanken zu „Einbau einer Dachluke

  1. Wow, das sieht aber richtig professionell aus! Freut mich, daß es so gut geklappt hat und natürlich wünsche ich euch weiter ganz viel Erfolg und Freude beim Weiterbau.
    Habt einen schönen Sonntag, ihr drei, liebe Grüße
    Monika und Mimi.

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  2. Pingback: Einbau Fenster Dometic S4 | Nils Campervan

  3. Hey,
    Der Bericht ist echt gut geschrieben und sehr detailliert. Beste Anleitung die ich bisher dazu gelesen habe. Vielen Dank dafür!

    Aber hast die Dachluke eintragen lassen in die Kfz-papiere oder ähnliches. Und hast du eine normale Kfz Zulassung oder als WoMo?

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    • Hallo,
      vielen Dank für das tolle Lob und Entschuldigung, für die späte Antwort!
      Die Dachluke hat als Markenprodukt eine Allgemeine Betriebserlaubnis und darf entsprechend der Spezifikation im Fahrzeug verbaut werden. Eine zusätzliche TÜV Eintragung ist dafür, wie auch für solche Fenster, nicht erforderlich.
      Unser Fahrzeug war erst als LKW angemeldet und hätten wir auch so lassen können. Da wir aber alle Anforderungen eines Wohnmobils erfüllen, haben wir ihn Umschreiben lassen (siehe Wohnmobil Zulassung), so ist die Versicherung erheblich günstiger und es gibt keine Sonderzahlungen oder Fahrverbote die LKWs vielleicht haben.

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