Einbau Fenster Dometic S4

Wir möchten in unseren Nils drei Fenster einbauen, jeweils eines an den Sitzbänken links und rechts und eines im Bad in der Schiebetür (siehe Roomtour).

Da wir zwischen den Holmen nicht viel Platz haben und wir die Hilfs-Holme auch nicht raus nehmen wollten, blieb nicht viel Platz und unsere Wahl viel auf drei Dometic Seitz S4 – Scharnierfenster zum Aufklappen in der Größe 360x500mm.

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Wegen des langen Winters und den zu niedrigen Temperaturen mussten wir den Einbau der Fenster immer wieder verschieben. Es wurde langsam kompliziert, um die späteren Fenster drum herum zu bauen, vor allem die Isolation mit Armaflex. An diesem Samstag war es nun endlich mit 14 Grad warm genug. Für 17:00 Uhr war Regen angesagt, aber wir hatten endlich ein „Zeitfenster“. Um 09:00 Uhr ging es los…

Die Reihenfolge, in der wir die Fenster einbauen wollten, hatten wir mehrmals geändert. Nils steht mit der linken Seite an einer Wand und wir könnten gut ein Regendach bauen – an der Schiebetür ist mehr Platz zwischen den Holmen und wenn es nicht funktioniert, könnte man immer noch eine neue Schiebetür einbauen …

Noch am Abend vorher hatten wir etwas Sorgen, dass wir die Fenster vielleicht nicht dicht bekommen würden. Die Seiten des Citroen Jumpers sind zwar sehr gerade, aber eine leichte Wölbung haben sie doch. Die gewählten Fenster sind aber fast absolut plan und lassen sich auch nicht verbiegen. Sie sind halt so stabil, dass sie tragend sind und damit auch eine Zulassung für Kastenwagen haben. Als wir den Fensterrahmen auf das Blech legten, hatten wir oben und unten gut einen Zentimeter Luft, etwas viel für Dekaseal.
Egal, musste jetzt irgendwie gehen, klappt ja auch bei anderen.

Wir entschieden uns, mit der Schiebetür, also im Bad zu starten.

Als Vorarbeit hatten wir bereits die notwendigen Holzrahmen gebaut um die benötigte Mindestwandstärke von 26mm zu erreichen. Die Fenster sind für die dicken Wände von Wohnwagen oder Wohnmobile vorgesehen und im Kastenwagen haben wir nur 1mm Blech. 25mm starke Holzlatten waren in unseren Baumärkten nicht zu bekommen. Fündig wurden wir online bei einem Holzhandel für Bauklötze und Holzspielzeug, die waren am günstigsten.

In der sehr guten Einbauanleitung für die Fenster, standen die genauen Maße für die Holzrahmen, die auch genau der benötigten Öffnung im Blech entsprechen. Also konnten wir auch die Rahmen gleich als Schablone zum Anzeichnen der Öffnung verwenden.

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Im Holzrahmen den Ausschnitt anzeichnen

Wegen der Holme und überlappenden Bleche mussten wir die Holzrahmen auch noch etwas einpassen und anschrägen, das hatte in der Vorbereitung auch etwas aufgehalten. In der Schiebetür geht es noch, aber auf der linken Seite ist die Öffnung zwischen den Holmen so knapp, dass es genau eine Einbauposition gibt, ohne Toleranzen.

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Holzrahmen an Holm angepasst

Nach dem Anzeichnen der Öffnung wurden in jeder Ecke mit 12 mm zu den Seiten Markierungen für die Bohrung der Ecken angezeichnet. Jede Ecke muss laut Anleitung mit einem 24 mm Bohrer durchgeführt werden, so können in den Ecken keine Risse im Blech entstehen.
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Nun wurde erst einmal alles gründlich innen und außen abgeklebt. Innen bauten wir wieder, wie bei dem Einbau der Dachluke eine „Duschkabine“ um alle Metallspäne in einer Tonne zu fangen.
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Außen klebten wir alle Ritzen bis vorne an die Beifahrertür ab, die Metallspäne fliegen bei Wind meterweit.
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Auf dem Boden stellten wir wieder die Mörtelwanne zum Auffangen der Späne. Der Rest wurde später mit einem Staubsauger eingesammelt oder sind Eisendünger für den Garten.

In den Ecken wurde nun erst mit einem kleinen Bohrer vorgebohrt und dann mit einem Schälbohrer auf 24mm, genau bis zum angezeichneten Rand, erweitert.
Weil wir von außen nibbeln wollten, nutzen wie die vier Löcher zur Positionierung des Holzrahmens und zeichneten außen die Öffnung nach. Mit dem Nibbler knabberten wir nun erst den oberen Schnitt und klebten ein Stück Panzerband drauf, damit das Blech nachher nicht unkontrolliert runter fällt. Als Nächstes der untere Schnitt und wieder mit Tape sichern, zuletzt dann die beiden senkrechten Schnitte

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Die Schnitte mit dem Nibbler sind noch nicht wirklich gerade, wir üben noch, aber mit etwas feilen bekommt man einen ziemlich saubere Kante. Abschließen noch mit 80er und 200er Schleifleinen für die Lackierung vorbereiten und alles gründlich lackieren.

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Da wir mit der Öffnung in der Schiebetür schon um 11:00 Uhr durch wahren und der Lack trockenen musste, riskierten wir auch noch das Fenster links und gingen mit dem Einbau der Öffnung genau so vor wie an der Schiebetür. Jetzt ging es noch schneller, langsam bekamen wir Übung.

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Und schon hatten wir Durchzug…

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Nachdem der Lack an der Schiebetür soweit trocken war, wurde es noch einmal spannend. Mit Alkohol wurde das Blech und der äußere Fensterrahmen gesäubert und entfettet. Dann wurde eine großzügige Wurst Dekaseal 8936 rund herum auf dem Außenrahmen, hinter der dort vorhandenen Dichtung aufgetragen. Vor allem oben und unten gaben wir etwas mehr drauf, womit wir vielleicht den Spalt überbrücken könnten. Nun setzten wir den Außenrahmen vorsichtig in die Öffnung und drückten ihn leicht an. Einer sicherte das Fenster bei den folgenden Arbeiten mit der Hand, damit es nicht runter fällt.
Zur Sicherheit dichteten wir auch noch einmal von innen mit Dekaseal ab, weil oben noch gut Licht durch fiel – nicht schön!
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Als nächstes setzen wir den Holzrahmen lose auf und gleich den Innenrahmen hinterher. Der Holzrahmen wird zusammen mit dem Blech zwischen Außenrahmen und Innenrahmen eingeklemmt und so hält dann das Fenster.
Nachdem wir die Schrauben rundherum eingesetzt und angeschraubt hatten, konnten wir den Außenrahmen rechts und links bis gut an das Blech ziehen, nur wie erwartet oben und unten blieb ein zu großer Abstand. Mit den Schrauben alleine trauten wir uns nicht fester anzuziehen um vielleicht das Blech gerade zu biegen. Es half dann, das Fenster zu öffnen und links und rechts an den Seiten mit der Hand nach innen zu ziehen. Das Blech hatte zum Glück doch genug Spiel und wir konnten das Fenster rund herum bündig an das Blech anziehen.

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Auf der Linken Seite gingen wir genau so vor und wurden schnell fertig.

Die Schutzfolien sollte man abschließend von den Fenstern abziehen, damit diese durch die Sonne nicht festbacken.

Abschließend machten wir noch einen Dichte Test und wuschen so auch den restlichen Metallstaub vom Feilen ab.

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Um 16:00 Uhr waren wir fertig und pünktlich um 17:00 Uhr fing es an zu regnen.

Passt!

Nach den ersten Tagen Regen ist alles dicht. Nun wird es wieder kälter, mal sehen, wann wir das dritte Fenster schaffen…

Schaut doch auch mal in unser Video zum Fenster Einbau und lasst einen Daumen hoch da, wenn es euch gefällt! Am besten gleich den Kanal abonnieren.

Wir übernehmen keinerlei Garantie für die Richtigkeit unsere Angaben. Alles sollte durch einen Fachmann ausgeführt werden!

 

Bis bald

Nils Campervan Team

11 Gedanken zu „Einbau Fenster Dometic S4

  1. Muss ich jetzt einfach mal so sagen: Respekt, was ihr da macht! Ich finde es toll, wie ihr den Nils zu eurem „WoMo“ macht und hoffe ihr werdet damit ganz viele tolle Erlebnisse haben!

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  2. Booaaah, klasse, es geht ja richtig voran, daß freut mich so! Ist ja auch echt viel Arbeit, aber ich wette, wenn ihr mit eurem Nils auf Tour geht, das wird einfach herrlich!!! Und dann seid ihr für alle Arbeit belohnt!
    Weiterhin viel Erfolg und ich wünsche ein schönes Wochenende, liebe Grüße
    Monika.

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  3. Pingback: Wintercamping und Kondensat im Campervan | Nils Campervan

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